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Mar 24, 2008

Zentrale Datenbanken erhöhen die nationale Sicherheit

Veröffentlicht von mick @ 16:04:51 | Ausweise

Meinst du es ist ein Terrorist, Kumpel? Vom großen Bruder lernen, heißt siegen lernen; auch oder gerade in Bezug auf die internationale Terrorabwehr. Unser Gleichstellungsminister, ähhh Gleichschaltungsminister, fordert ja schon lange eine zentrale Datei für alle Einwohnermeldeämter. Was dies für Vorteile hat, kann man nun in den USA beobachten. Ein paar freundliche Beamte haben die Präsidentschaftskandidaten ganz selbstständig und selbstverständlich auf Terror untersucht. Für diesen Dienst am Vaterland wurden sie entlassen oder suspendiert.
Was lernen wir daraus? Zum einen helfen zentrale Datenbanken Terror zu erkennen und zum anderen müssen die Beamten bei Anfragen an ein deutsches Pendant besser gegen Überwachung geschützt werden!
Und was lernen wir jetzt wirklich daraus? Nicht viel. Terror wurde nicht gefunden und nur Ketzer würden schlussfolgern, dass zentral gespeicherte Daten auch zu nicht authorisierten Anfragen genutzt würden.

Apr 23, 2007

Mar 02, 2007

Artikelsammlung zur Vorratsdatenspeicherung

Veröffentlicht von daniel @ 13:19:31 | Allgemeines,Datenschutz,Internet,Ausweise

Das Onlinemagazin des heise Verlages Telepolis hat eine Artikelsammlung zum Thema "Vorratsdatenspeicherung" angelegt. Die Artikel reichen bis in den Februar 2006 zurück und geben einen guten Einblick in die Thematik. Noch nicht kommentiert auf Telepolis, allerdings schon auf heise online gemeldet, ist die Entscheidung der Telekom und anderes ISPs, bestimmte Verbindungsdaten nur noch sieben Tage zu speichern. Klingt erstmal gut, allerdings sollte hier abgewartet werden, ob im Rahmen von Strafverfahren nicht doch belastende Daten aus dem Hut gezaubert werden. Und was uns Brüssel in Zukunft beschert, ist auch noch nicht abzusehen.

Feb 28, 2007

Warum anonym nicht anonym ist...und mehr

Veröffentlicht von daniel @ 17:06:02 | Allgemeines,Datenschutz,Ausweise,Internet

Schliemann und Troja, die zweite! Der thüringische Justizminister Harald Schliemann will sich mit Hilfe von trojanischen Pferden durch die Datenberge der Bundesbürger graben (Sorry, der musste sein!). Einen entsprechenden Antrag stellte er an die Bundesregierung, um diese zu veranlassen die Rechtsgrundlage hierfür zu schaffen. Löblich dabei: er will die grundgesetzlich geschützte Privatsphäre nicht übermäßig beeinträchtigen. Wie sich das verträgt, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zapfen in Berlin. 2006 wurden in Berlin 602 Telefonanschlüsse abgehört. Auf die Bundesrepublik hochgerechnet würde dies ca. 14500 Abhörmaßnahmen entsprechen (natürlich NICHT repräsentativ!). Wie heise online berichtet, wurde eigens zur Erfassung der Überwachungen eine Software eingesetzt, welche eine "lückenlose Zählung der aufgezählten Gespräche gewährleiste". Klingt nach Überwachung mit System.

Warum anonym nicht anonym ist. Netzsurfer, welche ihre Anonymität durch bestimmte Onlinedienste schützen wollen, können sich ob des Erfolges ihrer Bemühungen anonym zu bleiben nicht mehr sicher sein (bzw. noch weniger sicher sein!). Amerikanische Forscher haben nachgewiesen, dass Kontrollwillige unter Umständen einfacher als bisher angenommen Nutzer des Dienstes "Tor" zu überwachen. Dazu übermitteln sie beispielsweise falsche Daten über ihre tatsächliche Bandbreite und erhalten dadurch mehr Traffic zum Routen im "Tor"-Netzwerk. Nach den juristischen Querelen um JAP, scheint nun ein weiterer Weg zur (vermeintlichen) Anonymität eine Sackgasse zu sein.

ePass, die zweite. Die nächste Generation unerwünschter Dinge steht vor der Tür. Version 2 der so genannten ePässe wird einem Pilottest unterzogen. Die Pässe enthalten nun zusätzlich auch zwei Fingerabdrücke. Dabei ist die Änderung des Passgesetzes noch nicht einmal beschlossen. Noch immer gäbe es einige Querulanten und Freidenker, die den Gesetzesentwurf für einen "...weiteren Schritt in den Überwachungsstaat" halten. Unglaublich! Aber immerhin gibt es für die freiwillige Teilnahme an dem Passtest eine Ermäßigung der Passgebühr um 5 Euro. Na dann los...

Feb 21, 2007

CCC äußert sich zum Biometriepass

Veröffentlicht von daniel @ 10:38:24 | Ausweise,Datenschutz

CCC Pass Der CCC weist heute auf seiner Chaos-Update Mailling Liste auf die Gefahren hin, die durch die Ausweitung der Nutzung von biometrischen Daten deutscher Staatsbürger ausgeht. Wie schon erwähnt, plant der Bundesrat eine dauerhafte Speicherung der biometrischen Merkmale in einer zentralen Datenbank. Man muss nicht wirklich paranoid sein, um das eher unschön zu finden. Eine zentrale Datenspeicherung der Merkmale von 80 Millionen Bürgern, die auch noch online jederzeit abfragbar ist, schreit förmlich nach Hackern und missbräuchlicher Nutzung.

Zu diesem eher ungemütlichen Szenario gesellt sich der vom unter anderem vom tagesspiegel gemeldete Hack des Passes durch zwei Hacker aus Hildesheim, die auch einen Vortrag über den Biometriepass auf dem 23C3 gehalten haben. Nähere Informationen dazu folgen wohl hoffentlich demnächst; die üblichen Massenmedien haben diesen Vorfall bis jetzt so gut wie nicht in Ihre Meldungen aufgenommen.

Feb 15, 2007

Kurz notiert...

Veröffentlicht von daniel @ 22:18:22 | EU,Ausweise,Allgemeines,Datenschutz

Überblick Heute ein kurzer Überblick über aktuellen orwellschen Entwicklungen der letzten Tage.

Biometriepass: Wenn der gemeine Datenschützer gefragt wird, warum es denn wünschenswert sei Daten zu schützen, so antwortet dieser oft: Auch wenn aktuell bestimmte Daten noch nicht verwendet werden, so weiß doch niemand, was eine spätere Regierung mit diesen anstellt. Die aktuellen Entwicklungen rund um unseren neuen terrorsicheren Biometriepass unterstützen dieses Argument. Plötzlich ist von einem automatisierten Abgleich mit einer Referenzdatenbank die Rede. Auch das sofortige Löschen der einmal eingelesenen Daten soll eingeschränkt werden. Auch ist es den Innenpolitikern unserer Bundesländer nicht genehm, dass ermittelnde Beamte online nur auf unsere Fotos zugreifen können. Gefordert ist hier eine Onlinedatenbank mit weiteren biometrischen Daten der Bürger.

Zu viel Überwachung: Im Vorfeld des Treffens der Datenschutzbeauftragten Anfang März in Erfurt, äußerte sich der Thüringer Datenschutzbeauftragte Harald Stauch kritisch zur "..ausuferndern Überwachung.." in Deutschland. Er weist hier explizit auf die geplante Vorratsdatenspeicherung und die vermehrte Videoüberwachung hin.

Quis custodiet custodes?: EU-Justizkommissar Franco Frattini fordert dagegen eine besser Überwachung der Geheimdienste. Diese scheinbare paradoxe Forderung ist eine direkte Folge auf die bekannt gewordenen Verschleppungen von vermeintlichen Terroristen durch den CIA.

Jan 04, 2007

Die Bundesdruckerei

Veröffentlicht von mick @ 17:03:20 | Ausweise

Deutscher PassWas ist das für ein Land, welches seine eigene Druckerei an ein ausländisches Konsortium verkauft? Das Ganze ist zwar schon eine Weile her, aber gerade mehren sich die Gerüchte, dass es einen erneuten Verkauf geben soll.
Bevor jetzt neue Gesetze zur Überwachung eingeführt werden, sollten die Politiker vielleicht erst einmal ihre eigenen Reden lesen. Herr Beckstein zur Terrorismusbekämpfung 2005: "Insoweit gelang es auch [bei den Islamisten], zahlreiche Beweismittel sicherzustellen, unter anderem Blanko-Pässe, [...]" Wo bekommt man eigentlich so was? Vielleicht beim Überfall auf ein Konsulat. Vielleicht aber auch bei einem Unternehmen, dass sich beim Kauf der Bundesdruckerei übernommen hat...