Kategorien : Internet

Einträge in dieser Kategorie : 11logs Anzeigen : 1 - 11 / 11

Dec 11, 2008

Das Pferd ist tot und andere Vorweihnachtsgeschichten

Veröffentlicht von daniel @ 9:45:52 | Allgemeines,Datenschutz,Internet,Onlineüberwachung

Nur ein toter Trojaner... Das deutsche Volk trauerte. Und wieder sind die Sachsen schuld. Pünktlich zum Volkstrauertag kam aus Dresden der eigentliche Grund für Halbmast: Auch weiterhin dürfen wir alle Terroristen gewissenlos ihre verfassungsmäßigen Rechte in Anspruch nehmen. Keine schwarz-rot-goldenen Pferde in system32. Keine Vorladungen á la "Laut des Netzbetreibers Ihres Misstrauens, waren Sie am 23.05. um 23:42 in der Nähe der Kaiserstraße...". Und auch weiterhin darf der Doktor nichts über die Hämorrhoiden von Ahmed verraten. Wir finden: schlimm! Und dann auch noch das: BKA-Chef Ziercke stellt Terrorabwehrmaßnahmen in Frage, da sie eh alle sinnlos seien. Sinnlos deshalb, weil die richtig harten Jungs über das so genannte Internet telefonieren. Und das lässt sich ach so schlecht abhören. Ohne einen zentralen Anbieter wäre eine Überwachung der Internettelefonie sehr aufwendig. Nachtigall, ick hör dir trapsen: zentraler Anbieter. Nach dem Motto: Wenn sich Opel verstaatlichen lässt, klappt das mit der Bundespost auch wieder. Mal sehen, wann denn dieser Vorschlag in den Bundestag eingebracht wird. Aber dann ruhen unsere Hoffnungen wieder auf unserem neuen Lieblingswort: Bundesratsabstimmungsenthaltung!

Aug 28, 2007

Liebesgrüße aus Peking

Veröffentlicht von ulf @ 6:54:51 | Internet

From China with Love So richtig lustig findet das unsere Bundesregierung bestimmt nicht, dass im Mai diesen Jahres auf einigen Rechnern des Kanzleramts, Wirtschafts-, Forschungs- und des Außenministeriums sich eine Reihe von Trojanern aus China breitgemacht hatten. Während der direkte Spionageverdacht gegen China aber zur Empörung in der chinesischen Botschaft in Berlin geführt hat, versuchte es unsere Bundeskanzlerin direkt bei Herrn Wen Jiabao, welcher sich gewillt zeigte, Deutschland vor weiteren Angriffen zu schützen.

Leider schien das Innenministerium verschont geblieben zu sein. Dabei hätte dieses ungute Gefühl, dass da jemand all die privaten Daten mitgelesen haben könnte, doch den einen oder anderen ins Grübeln über Vorhaben, wie den Bundestrojaner gebracht. Denn scheinbar reihen sich unsere Ministerien ja nicht in die Lemming-artige Naivität der Deutschen ein, welche ja alle nichts zu verbergen haben. Und wer weiß vielleicht dienen die chinesischen Trojaner auch nur der internationalen Verbrechensbekämpfung?

Naja, da unsere Bundesregierung mit Einführung des §202c Anfang August alle Spielwiesen für junge Nachwuchs-Sicherheitsexperten in Deutschland geschlossen hat, sollte sie sich schon mal an solche Zustände gewöhnen...

May 21, 2007

Sie haben doch danach gesucht!

Veröffentlicht von mick @ 10:30:42 | Internet

Google Überwachung Nun hat der G8-Gipfel auch diese Seite erreicht. Nach den jüngsten Durchsuchungen in der linken Szene hat das Bundeskriminalamt sich nun doch bequemt zum Thema Beweise Stellung zu beziehen. Hervorstechend, laut telepolis, verhaftete man einen Mann auf Grund von Überwachungsdaten aus dem Internet. Er hat nach einer Firma recherchiert, auf die ein Brandanschlag verübt wurde. Ganz klar ein Terrorist! Wenn Sie auch Bock auf eine DNA-Probe haben sollten, klicken Sie einfach auf einen der folgenden Links! Sollten Sie Terrorist sein, und keine Lust auf eine DNA Probe haben, dann benutzen Sie doch einfach JAP. [Fürs Protokoll: Das ist wahrscheinlich Sarkasmus! Oder vielleicht doch nicht?]

how to build a bomb bombe allah president schäuble attentat g8 stoppen amoniumnitrat lithiumperchlorat anthrax züchten ideen für terroranschläge schutzgeld erpressen überwachung umgehen

Apr 25, 2007

Sie sind schon drauf. Otto sei Dank.

Veröffentlicht von daniel @ 17:40:49 | Internet,Datenschutz,Allgemeines

Sie sind schon drauf. Otto sei Dank. Das Kanzleramt beglückte uns heute mit der Nachricht, dass die allseits mit Spannung erwartete Onlinedurchsuchung von privaten PCs schon seit ca. 2 Jahren praktiziert wird. 2005 soll der damalige Bundesinnenminister an lästigen Gesetzgebungsverfahren vorbei eine Dienstvorschrift für die Geheimdienste erlassen, nach der die Onlinedurchsuchung von PCs als Ermittlungsinstrument einzusetzen sei. Aber auch das BKA war sich nicht zu schade von dieser effektiven Methode Gebrauch zu machen. Man entschied sich dann auch mehr als ein Jahr später(!) einen Antrag beim Bundesverfassungsgericht zu stellen, damit diese Methoden zur Beweisermittlung auch genehmigt werden. Engstirnigerweise verboten die Bundesverfassungsrichter dieses Vorgehen. Das in Verfassungsfragen kompetentere Bundesinnenministerium war und ist allerdings anderer Ansicht und hält die Onlinedurchsuchung noch immer für legal. Wer findet, dass das irgendwie faul ist, steht nicht alleine da. Auch FDP, die Grünen und die Linke forderten, ausnahmsweise mal geschlossen, ein sofortiges Ende der "illegalen Praktiken".

Links zum Thema:

Mar 26, 2007

Warum Mails keine Kommunikation sein können...

Veröffentlicht von daniel @ 7:30:03 | Allgemeines,Internet

Das Bundesverfassungsgericht hat den Zugriff auf den privaten und geschäftlichen E-Mail-Verkehr wie er von Strafverfolgungsbehörden immer öfter praktiziert wird zumindest in Frage gestellt. Hierbei ging es um die Auslegung des deutschen Rechts, bei der gesagt wurde, dass Mails die beim Provider liegen, keine Kommunikation darstellen würden. Diese sehr eher merkwürdige Interpretation des "normalen Mailverkehrs" bei der offensichtlich niemand bis zu Ende gedacht hat (Was ist mit IMAP?), wurde zwar nicht durch ein Präzedenzfall eingedämmt, soll aber durch eine Verfassungsklage abschließend beurteilt werden.

Mar 02, 2007

Artikelsammlung zur Vorratsdatenspeicherung

Veröffentlicht von daniel @ 13:19:31 | Allgemeines,Datenschutz,Internet,Ausweise

Das Onlinemagazin des heise Verlages Telepolis hat eine Artikelsammlung zum Thema "Vorratsdatenspeicherung" angelegt. Die Artikel reichen bis in den Februar 2006 zurück und geben einen guten Einblick in die Thematik. Noch nicht kommentiert auf Telepolis, allerdings schon auf heise online gemeldet, ist die Entscheidung der Telekom und anderes ISPs, bestimmte Verbindungsdaten nur noch sieben Tage zu speichern. Klingt erstmal gut, allerdings sollte hier abgewartet werden, ob im Rahmen von Strafverfahren nicht doch belastende Daten aus dem Hut gezaubert werden. Und was uns Brüssel in Zukunft beschert, ist auch noch nicht abzusehen.

Feb 28, 2007

Warum anonym nicht anonym ist...und mehr

Veröffentlicht von daniel @ 17:06:02 | Allgemeines,Datenschutz,Ausweise,Internet

Schliemann und Troja, die zweite! Der thüringische Justizminister Harald Schliemann will sich mit Hilfe von trojanischen Pferden durch die Datenberge der Bundesbürger graben (Sorry, der musste sein!). Einen entsprechenden Antrag stellte er an die Bundesregierung, um diese zu veranlassen die Rechtsgrundlage hierfür zu schaffen. Löblich dabei: er will die grundgesetzlich geschützte Privatsphäre nicht übermäßig beeinträchtigen. Wie sich das verträgt, bleibt wohl sein Geheimnis.

Zapfen in Berlin. 2006 wurden in Berlin 602 Telefonanschlüsse abgehört. Auf die Bundesrepublik hochgerechnet würde dies ca. 14500 Abhörmaßnahmen entsprechen (natürlich NICHT repräsentativ!). Wie heise online berichtet, wurde eigens zur Erfassung der Überwachungen eine Software eingesetzt, welche eine "lückenlose Zählung der aufgezählten Gespräche gewährleiste". Klingt nach Überwachung mit System.

Warum anonym nicht anonym ist. Netzsurfer, welche ihre Anonymität durch bestimmte Onlinedienste schützen wollen, können sich ob des Erfolges ihrer Bemühungen anonym zu bleiben nicht mehr sicher sein (bzw. noch weniger sicher sein!). Amerikanische Forscher haben nachgewiesen, dass Kontrollwillige unter Umständen einfacher als bisher angenommen Nutzer des Dienstes "Tor" zu überwachen. Dazu übermitteln sie beispielsweise falsche Daten über ihre tatsächliche Bandbreite und erhalten dadurch mehr Traffic zum Routen im "Tor"-Netzwerk. Nach den juristischen Querelen um JAP, scheint nun ein weiterer Weg zur (vermeintlichen) Anonymität eine Sackgasse zu sein.

ePass, die zweite. Die nächste Generation unerwünschter Dinge steht vor der Tür. Version 2 der so genannten ePässe wird einem Pilottest unterzogen. Die Pässe enthalten nun zusätzlich auch zwei Fingerabdrücke. Dabei ist die Änderung des Passgesetzes noch nicht einmal beschlossen. Noch immer gäbe es einige Querulanten und Freidenker, die den Gesetzesentwurf für einen "...weiteren Schritt in den Überwachungsstaat" halten. Unglaublich! Aber immerhin gibt es für die freiwillige Teilnahme an dem Passtest eine Ermäßigung der Passgebühr um 5 Euro. Na dann los...

Jan 24, 2007

Verbindungsdatenspeicherung in der Praxis

Veröffentlicht von mick @ 9:32:31 | Internet, Datenschutz

FrachterEigentlich ist es ja ganz einfach: Nachdem Gesetz über den Datenschutz bei Telediensten, dürfen Telekommunikationsfirmen personenbezogene Daten nur zu Abrechnungszwecken oder mit dem Einverständnis ihrer Kunden erheben. Grundsätzlich sind also Verbindungsdaten für Flatrate nicht zu speichern. Das Gesetz wurde in mehreren, langjährigen Verfahren bestätigt. Mit den Plänen zur Vorratsdatenspeicherung wird sich das sicher bald ändern, aber nichtdestotrotz gilt das aktuelle Recht.
In einer Umfrage der telepolis hat nur rund ein Viertel der befragten Provider angegeben keine Daten zu speichern. Nun wurde bekannt, dass versatel auf Ersuchen von Rechtsanwaltskanzleien Daten speichert. Gewaltenteilung, wie lange noch? Helft Bürokratie abzubauen!
Eine interessante Frage bleibt: Warum tun die Firmen so etwas? Es ist klar rechtswidrig und kostet viel Geld. Einzige unbefriedigende Antwortmöglichkeit: Lobbyarbeit. Aber vor 70 Jahren hat man ja auch geholfen wo man konnte.

Jan 15, 2007

Aufwachen! Handeln!

Veröffentlicht von daniel @ 21:54:00 | Datenschutz,Internet,Mobilfunksysteme

Stoppt die VorratsdatenspeicherungWer die Pläne zur Vorratsdatenspeicherung auch gruselig findet, der kann sich hier aktiv am Widerstand beteiligen: Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! (Die neue Rechtschreibung macht auch vor Datenschützern nicht halt!).

Die Seite informiert über die neue Gesetzgebung und erlaubt es dem mündigen Netzbürger eine offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten unser beiden Volksparteien zu schreiben. Auch bietet sie Tips (wahlweise auch Tipps), wie man sich dem großen Bruder so weit wie möglich entzieht.

Jan 11, 2007

Von Schnüffelpferden und der inneren Sicherheit

Veröffentlicht von daniel @ 14:41:27 | Datenschutz, Internet

BundestrojanerDie Bundesregierung hat heute auf eine kleine Anfrage zum Thema "Bundestrojaner" geantwortet. Demnach werden für die Erstellung des Trojaners 2 Programmierstellen benötigt und unter anderem aus dem Programm zur Stärkung der Inneren Sicherheit finanziert. Insgesamt liegt der einmalige Investitionsaufwand "...nach derzeitiger Schätzung" bei 200.000 Euro. Wie heise online heute berichtet, ist derzeit noch ein Verfahren beim BGH anhängig, in der die Rechtmäßigkeit von Betriebsdurchsuchungen abschließend beurteilt werden soll.

Klasse finde ich auch den Vorteil, den die Ermittler in der verdeckten Onlinedurchsuchung sehen: Sie ist verdeckt. Es ist wohl unheimlich vorteilhaft, wenn die Durchsuchten nicht wissen, dass sie durchsucht werden. Wer hätte das gedacht....

Jan 02, 2007

Interview mit Peter Schaar

Veröffentlicht von mick @ 13:05:54 | Internet

Peter Schaar, der Bundesdatenschutzbeauftragte, hat sich in einem Interview mit der Berliner Zeitung kritisch zur Vorratsdatenspeicherung geäussert. Er hält sie für unverhältnismässig, und befürchtet dass auch Firmen Zugang zu diesen Daten erhalten. Gemeint sind wohl SCHUFA und GEMA? Er fordert auch, dass es keine generelle Überwachung des Internets geben darf.

weiterführende Links: